Immer mehr Veranstalter von Live-Konzerten spüren die Folgen des neuartigen Coronavirus. Ende vergangener Woche warnte der geschäftsführende Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), Jens Michow, gegenüber der Zeitung „Die Welt“: „Sofern wir zukünftig Veranstaltungen aufgrund behördlicher Anordnungen ausfallen lassen müssen, droht zahlreichen Veranstaltungsunternehmen der wirtschaftliche Kollaps.“ Flächendeckende Absagen von Musik- und sonstigen Veranstaltungen würden viele Veranstalter wirtschaftlich nicht überleben.

Einbruch bei Kartenverkäufen

Die Branche erwirtschaftet pro Jahr rund fünf Milliarden Euro Umsatz. Neben den etwa 33.000 Mitarbeitern sind von Absagen auch Künstlerinnen und Künstler sowie angeschlossene Dienstleister und Hallenbetreiber betroffen.

Man beobachte bereits einen erheblichen Einbruch bei den Kartenverkäufen, sagte Michow. Das wirke sich auch auf künftige Entwicklungen aus, „weil die verunsicherten potenziellen Konzertbesucher auch für die kommenden Monate lieber keine Tickets im Vorverkauf bestellen.“

Bislang keine wirtschaftlichen Hilfen

Die Kurse der beiden größten, börsennotierten Veranstalter CTS Eventim und Deutsche Entertainment AG (DEAG) verloren in der vergangenen Woche zwischen 18 und 20 Prozent.

Der BDKV hofft auf Hilfe durch die Politik. Doch der zuständige Wirtschaftsminister Peter Altmaier lehnt ein Konjunkturprogramm bislang ab. Das Ministerium verweist auf bestehende Fördermöglichkeiten und hat aus diesem Grund eine Hotline eingerichtet.

Was Veranstalter sagen, dazu ein Interview mit dem Geschäftsführer von artmedia management & more, Lothar Böhler.

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