Union will Rechte von Flugpassagieren stärken

Union will Rechte von Flugpassagieren stärken

10. September 2018 0 Von Redaktion

Die Union will die Rechte von Flugpassagieren stärken. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Stephan Harbarth, hat dazu einen Forderungskatalog erarbeitet. Ziel ist es, unter anderem, dass Airline-Kunden die geltenden EU-Fluggastrechte bei Verspätung oder Annulierung gegenüber Airlines auf nationaler Ebene durchsetzen zu können. So gibt die EU-Verordnung den Fluggesellschaften beispielsweise Fristen für Ticketerstattungen oder Ausgleichszahlungen vor, die von fast allen Airlines, meist mit Verweis auf „Überlastung“, nicht beachtet oder verzögert werden. Diese Situation will man nun ändern.

Rechenschaft über Verspätungen

Im Mittelpunkt steht die Forderung nach mehr Transparenz. Fluggesellschaften sollen künftig verpflichtet werden, über Anzahl und Umfang ihrer Verspätungen detailliert aufzuklären. Dabei gehe es auch darum, wie viele Passagiere innerhalb eines Jahres von Verspätungen betroffen waren und in welcher Höhe Ausgleichszahlungen geleistet wurden. Sie sollen Kunden bei der Entscheidung für oder gegen eine Fluggesellschaft helfen.

Strafen bei verzögerten Ausgleichszahlungen

Auch die Durchsetzung der EU-Fluggastrechte soll verbessert werden. Verzögerungen bei der Auszahlungen berechtigter Ansprüche aufgrund von Überbuchungen, Annullierungen oder Verspätungen, soll künftig ein Riegel vorgeschoben werden. Die Praxis schädige nicht nur Verbraucher, sondern verschaffe denen, die sich gesetzeswidrig verhalten, auch noch einen Wettbewerbsvorteil, weil sie Ausgleichzahlungen einsparen, heißt es im Unionspapier.

Hier sieht der Forderungskatalog die Einführung einer empfindlichen Pauschalzahlung im Verzugsfall vor: „Hat ein Fluggast einen Anspruch und zahlt die Fluggesellschaft auch nach einer Mahnung nicht, könnte die Fluggesellschaft zur Zahlung einer zusätzlichen Verzugsstrafe verpflichtet werden. Dadurch würde es für Fluggesellschaften teurer, bestehende Ansprüche nicht zu bezahlen.“ (Bild: pixabay.com)

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