Überlebende soll nach Palma de Mallorca gebracht werden

Überlebende soll nach Palma de Mallorca gebracht werden

18. Juli 2018 0 Von Redaktion

Die am Dienstag von der privaten spanischen Seenotrettung NGO Proactiva Open Arms gerettete Frau aus Kamerun wird am kommenden Samstag im Hafen von Palma de Mallorca erwartet. Das bestätigten Regierungsquellen in Madrid. Zuvor hatte Balearenpräsidentin Francina Armengol via Twitter Hilfe angeboten. Das Sozialministerium werde das verfahren koordinieren. Mit der überlebenden 40-Jährigen sollen die beiden Leichen, eine weitere Frau und ein etwa fünf Jahre altes Kind, an Land gebracht werden.

Medizinische Versorgung hat Priorität

Die drei Personen waren rund 80 Seemeilen nordöstlich von Tripolis neben einem völlig zerstörten Schlauchboot im Meer entdeckt worden. Eine italienische Ärztin hatte die unterkühlte Frau aus Kamerun versorgt. Wie aus Regierungsquellen bekannt wurde, sollen zwei Boote der Organisation „Open Arms y Astral“ am 21. Juli im Hafen der Balearenhauptstadt festmachen. Die Überlebende der Katastrophe soll zunächst medizinisch versorgt werden.

Boot absichtlich zerschnitten?

Unterdessen erhob die Hilfsorganisation schwere Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache. Sie soll bei einer Rettungsaktion geschlagen und dann zum Sterben im Meer zurückgelassen worden sein, weil sie offenbar nicht das Schiff der Küstenwache betreten wollte. Der Kapitän des deutschen Flüchtlingsrettungsschiffs „Lifeline“, Claus-Peter Reisch, bezeichnete den Vorfall als „Mord“. Im Deutschlandfunk sagte er, das Boot sei absichtlich zerschnitten worden. (Bild: Efe)

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