[13.10.2021] Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin geht bei den gegen die Behörde gerichteten Vorwürfen um angeblich fehlerhafte Angaben zu Impfquoten, Umfrageergebnissen und Schätzungen in die Offensive. Das RKI sei bei der Erfassung der Zahl täglich durchgeführter Impfungen ausschließlich auf die impfenden Stellen im Rahmen des Digitalen Impfmonitorings (DIM) angewiesen, heißt es in einer Presseerklärung vom Mittwoch.

Eine zu niedrige Erfassung stelle keinen Fehler oder ein Versäumnis des RKI dar, sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück. “Die berichteten COVID-19-Impfquoten im DIM sind daher als Mindestimpfquoten zu verstehen”, so das RKI wörtlich.

Umfragen überschätzen Impfquote

Aus diesem Grund führe das Robert-Koch-Institut zusätzlich im Rahmen des Projektes “COVIMO” regelmäßige, repräsentative Befragungen durch. In diesen würden nicht nur die Impfquoten, sondern auch weitere Parameter abgefragt, heißt es. Daher müsse bei den Umfragen “von einer gewissen Überschätzung der Impfquote” ausgegangen werden, teilte das RKI weiter mit.

RKI bleibt bei veröffentlichten Zahlen

Aus diesem Grund habe man die bekannte “Untererfassung von Impfquoten” aus dem Monitoring zum Anlass genommen, diese erneut zu schätzen, und zwar unter der Annahme, “dass alle an Betriebs- und niedergelassenen Ärzte gelieferten Impfstoffdosen auch verimpft worden sind”. Das Robert-Koch-Institut bleibt in seiner Presseerklärung damit bei der Vermutung: “In der Altersgruppe der Erwachsenen (ab 18 Jahre) könnten zu diesem Zeitpunkt also bereits bis zu 84 % zumindest einmal und bis zu 80 % vollständig geimpft sein.”

Basismaßnahmen für alle bis Frühjahr

Als Zielimpfquote werde eine Impfquote von mindestens 85% bei allen 12- bis 59-Jährigen und von mindestens 90% bei den Über-60-Jährigen angestrebt. Diese Impfquoten seien auch bei den vorliegenden Schätzungen weiterhin noch nicht erreicht. Das RKI empfiehlt daher, dass die “Basismaßnahmen bis zum nächsten Frühjahr – auch von Geimpften und Genesenen – eingehalten werden sollten. (Bild: pixabay.com)

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