NRW setzt auf den Telenotarzt

NRW setzt auf den Telenotarzt

0 Von Redaktion

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will flächendeckend sogenannte Telenotärzte einführen. Diese sollen bei bestimmten Einsätzen des Rettungsdienstes, das Personal per Video über bestimmte medizinische Maßnahmen informieren und beratend zur Seite stehen. „Nicht bei jedem akuten Notfall muss eine Notärztin oder ein Notarzt physisch anwesend sein“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Rheinischen Post“. Telenotärzte könnten per Video alle erhobenen Vitalwerte des Patienten und sogar dessen Krankengeschichte bewerten und Maßnahmen ergreifen.

Behandlung in Echtzeit

Das Telenotarzt-System unterstützt die Einsatzkräfte, nach eigenen Angaben, bei Therapiemaßnahmen und gibt organisatorische Hilfestellungen. Zum Einsatz kommt ein speziell ausgerüsteter Rettungswagen mit entsprechenden, elektronischen Schnittstellen für WLAN, LAN, 3G, 4G, LTE, SAT, etc., digitale Pads und hochauflösendes Videostreaming. Zudem können noch im Rettungswagen die Einsatzprotokolle gedruckt werden. Die Sprach- und Datenkommunikation erfolgt verschlüsselt und in Echtzeit via Mobilfunk über die Kommunikationseinheit peeq®BOX.

Positive Resultate

Die bisherigen Ergebnisse sind positiv: Laut telenotarzt.de wurden seit April 2014 über 12.000 Notfallpatienten besser und schneller versorgt. Im Einsatzgebiet wird rund ein Viertel aller Notarzteinsätze telenotärztlich versorgt, über 36 Prozent der Verlegungstransporte mit Arzt werden per Telenotarzt begleitet. (Bild: telenotarzt.de)

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