„Nimm mich mit, Captain Freddy…“

Der Volkstümliche Nachmittag in Burtenbach ist ein fester Termin im musikalischen Kalender von Schlagerfans aus Nah und Fern. Und so sorgte Captain Freddys Einladung auch diesmal für eine ausverkaufte Burggrafenhalle.

Captain Freddy Andy Borg

So ganz genau weiß man nicht, was diese wunderbare Faszination Captain Freddy ausmacht: Ist es die schicke, stilecht mit vier Streifen versehene, Uniform des Kapitäns, die gleichermaßen Eindruck und Fernweh vermittelt? Oder sind es die beliebten Melodien – Evergreens und Schlager -, mit denen Freddy Paulheim das Publikum immer wieder begeistert? Wahrscheinlich ist es die Mischung aus beidem, dieser faszinierende Mix aus Traumschiff-Feeling und Sehnsuchtstiteln, die der Meister auf dem Saxophon im modernen Sound zum Besten gibt. Müßig ist es, zu analysieren – der Erfolg gibt Captain Freddy Recht.

Captain Freddy Andy Borg

Musikalisches Schmankerl

Gerade eben hat der langjährige Ex-Frontmann der Instrumentalband „Captain Cook und seine singenden Saxophone“ eine neue CD-Box mit dem Titel „Goldene Saxophonhits“ veröffentlicht. Drei Tonträger, welche die Vielfalt von Instrumentalsongs, aber auch und nicht zuletzt die musikalische Bandbreite des Künstlers widerspiegeln: In den „Melodien des Südens“ finden Fans Titel, wie „Junge, komm‘ bald wieder“, „Unter fremden Sternen“ oder „Ein Tag im Paradies“. Mit der CD „Ich hab‘ Heimweh nach der Ferne“ präsentiert Freddy „Die Nacht von Mykonos“ oder den Fantasy-Erfolg „Ein weißes Boot“. Und schließlich hat der Solist eine ganze CD dem unvergessenen Ronny und seiner Musik gewidmet – natürlich mit „Kleine Annabell“ und „Hohe Tannen“.
Captain Freddy Andy Borg
Captain Freddy Andy Borg
Ein 3-fach-Album mit bekannten Saxophon-Hits, aber auch unbekannten und unerwarteten Arrangements bekannter, älterer und vor allem aktueller Schlager. Ein echtes, musikalisches Schmankerl, um einmal ganz frech den Seemanns-Jargon zu vergessen und ein wenig Heimatatmosphäre zu vermitteln. Denn Freddys Heimat ist keineswegs die See, sondern Schwaben. „Hier kommen bekanntlich die besten Seefahrer her“, erklärt uns Freddy Paulheim im Interview mit einem Augenzwinkern.
Captain Freddy Andy Borg

Stargast Andy Borg

Das lassen wir dahingestellt, bestätigen können wir allerdings, dass mit Captain Freddy zumindest die besten Saxophonisten aus der Gegend kommen. Freddy Paulheim hatte auch in diesem Jahr auf namhafte Unterstützung gesetzt: Die Egerländer Schwaben begeisterten mit bester Blasmusik im Mosch-Stil, ohne aber den Großmeister zu kopieren. Und schließlich kam der, auf den alle irgendwie gewartet hatten: Schlagerstar Andy Borg.
Captain Freddy Andy Borg
Captain Freddy Andy Borg
Der hatte vor wenigen Wochen ebenfalls sein neuestes Album „Cara mia“ veröffentlicht und machte an diesem Sonntagnachmittag gern Station in Burtenbach. Andy Borg präsentierte ein Bühnenprogramm, das etwas länger dauerte, als ursprünglich geplant, dafür aber kaum jemanden auf seinem Platz hielt. Der ehemalige Moderator des Musikantenstadl brannte, wie gewohnt, eine kleine Ein-Mann-Show ab, ein Potpourri aus kurzweiliger Conférence und Titeln, die „sein“ Publikum praktisch im Schlaf mitsingen kann. Nicht ohne am Ende mit einem durchaus treffenden Seitenhieb auf die TV-Verantwortlichen und das Aus beim „Musikantenstadl“ anzumerken: „Man kann mir eine Sendung wegnehmen, nicht aber mein Publikum!“ – Borg vermittelt wie kaum ein anderer den Zuschauern das Gefühl, einer von ihnen zu sein. Ohne, sich zu verstellen, ohne, jemandem etwas vorzuspielen. Andy Borg ist und bleibt eben Andy Borg – echt und wahrhaftig.
Captain Freddy Andy Borg

Das leise Flüstern

Der gelungene Volkstümliche Nachmittag von Captain Freddy endete mit viel Smalltalk zwischen Künstlern und Publikum und jeder Menge Zeit für Autogrammwünsche. Und er endete bei allen mit dem einstimmigen Wunsch, spätestens im nächsten Jahr zur Fortsetzung einzuladen. Und noch lange war in Burtenbach ganz leise dieses Flüstern zu hören: „… nimm mich mit, Kapitän…“
Captain Freddy Andy Borg
Marc Fischer
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