Neue Studie zu Typ-1-Diabetes

Neue Studie zu Typ-1-Diabetes

19. August 2018 0 Von Redaktion

Eine aktuelle Studie zu Typ-1-Diabetes könnte dazu führen, bekannte Behandlungsansätze zu überdenken und auszuweiten. Laut Fachzeitschrift „The Lancet“, besteht bei früh erkrankten Menschen ein höheres Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden, als bei spät auftretendem Diabetes vom Typ 1.

Rechtzeitig Folgeerkrankungen mit behandeln

Die Untersuchung führte ein Team um den Arzt Araz Rawshani von der Universität Göteborg in Schweden durch. Ausgewertet wurden die Daten schwedischer Diabetes-Patienten zwischen 1998 und 2012. In diesem Zeitraum hatte man erstmalig mit der modernen „intensivierten Insulintherapie“ behandelt. An deren Nutzen wird nicht gezweifelt, konnte sie doch die Komplikationsrate des Typ-1-Diabetes nachweislich senken.

Die Studienergebnisse bieten dennoch Anlass zu einem neuen Therapiedenken. Wenn ein früher Typ-1-Diabetes das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, muss der Arzt rechtzeitig entgegen wirken. So sollte man beispielsweise überlegen, Patienten mit Typ-1-Diabetes rechtzeitig und nachhaltig mit Cholesterin und Blutdruck senkenden Medikamenten zu behandeln. Das sei bislang nur bei maximal 20 Prozent der Patienten im Alter von 40 Jahren der Fall, erklärte Studienleiter Rawshani.

Fokus auf Ernährung legen

Wie das Informationsportal www.diabetes-wiki.org berichtet, ist Diabetes-Typ-1 keine reine Autoimmunkrankheit. Neben genetischen, können auch externe Ursachen, wie Atemwegsinfektionen, Viren, oder Vitaminmangel, über Umwege die Entstehung eines Diabetes-Typ-1 begünstigen. Gerade der letzte Punkt zeigt, dass, neben medikamentöser Behandlung, auch eine Ernährungsberatung und Ernährungsumstellung verschiedene Risikofaktoren für kardiovaskuläre Krankheiten auf ein Minimum reduzieren können.

Patienten mit Diabetes-Typ-1 dürfte das keine großen Probleme bereiten. Sie sind grundsätzlich aufgeschlossen für Ernährungsfragen. Neben der regelmäßigen Blutzuckerkontrolle müssen sie den Anteil an Kohlenhydraten in Lebensmitteln und Mahlzeiten abschätzen. Das dient zur Berechnung der jeweiligen Insulinmenge. (Bild: pixabay.com)

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