Kommentar

Für Reminiszenzen gibt es keine Regeln: Jeder darf auf seine ganz persönliche Weise jemanden ehren und die Erinnerung an sie oder ihn wachhalten.

Wenn die Würdigung allerdings groteske Formen annimmt, darf Kritik erlaubt sein. So, wie im Fall von Lucas Cordalis, der sich vorgenommen hat, an das Lebenswerk seines im Sommer verstorbenen Vaters Costa Cordalis anzuknüpfen.

Ein frommer Wunsch

Dieser Wunsch ist in jeder Hinsicht edel und nachvollziehbar. Überraschend ist, wie der 52-Jährige dabei vorgeht. In der Show „Schlagerchampions – Das Fest der Besten“ hätte Lucas Cordalis eine einmalige Gelegenheit gehabt, Costa Cordalis vor einem Millionenpublikum noch einmal hochleben zu lassen.

Das letzte Album

Am 22. November vergangenen Jahres veröffentlichte er „Das letzte Album“ von Costa Cordalis. Darauf zu finden: 14 teils unveröffentlichte Songs aber auch Neuinterpretationen seines Vaters, an denen er bis zuletzt mitgearbeitet und mitproduziert hatte. Die CD blieb bis heute fast unbeachtet.

Was macht die Katzenberger?

Auch bei Florian Silbereisen ließ Lucas die Cordalis-Werbetrommel für Papa eingepackt. Fast schon verhalten gab er den unvergessenen Titel „Anita“ im Vollplayback zum Besten.

Als wäre das nicht schon Majestätsbeleidigung genug, hüpfte auch noch seine Ehefrau Daniela Katzenberger auf der Bühne herum, schaute mal hier, mal dort zwischen Tänzerinnen oder Plastikkakteen hervor. Und man fragte sich peinlich berührt nicht nur, was das soll, sondern auch: Was hätte Costa Cordalis dazu gesagt?

Gewünscht, dass Musik weiterlebt

„Mein Vater hat sich gewünscht, dass seine Musik weiterlebt“, erklärte Lucas Cordalis anschließend im Gespräch mit Florian Silbereisen. Daran zweifelt niemand. Man sollte sie nur nicht selbst per Blattschuss erlegen. (Bild: ARD Screenshot)

Costa Cordalis „Das letzte Album“ – Sein Vermächtnis an seine Fans, hier reinhören und bestellen:

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