[06.01.2021] Das baden-württembergische Kultusministerium hat am Mittwoch die Schulen und Bildungseinrichtungen im Land über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz informiert.

Demnach bleiben Schulen, Kitas sowie Einrichtungen der Kindertagespflege zunächst weiterhin geschlossen. Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung und körperliche und motorische Entwicklung bleiben geöffnet. Sie können den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen fortführen. Es besteht jedoch für die Schülerinnen und Schüler keine Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzbetrieb.

Im Einzelnen gelten ab dem 11. Januar 2021 folgende Regelungen:

  1. Grundschulen: Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule tritt während des Zeitraums der Schulschließung an die Stelle des Unterrichts in der Präsenz das Lernen mit Materialien, das entweder analog, aber auch digital erfolgen kann.
  2. Fernunterricht: Für die Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 5 wird Fernunterricht angeboten. Für den Fernunterricht gibt es seit Juli 2020 landesweit verbindliche Qualitätskriterien und Vorgaben. Sofern schriftliche Leistungsfeststellungen in den weiterführenden Schulen für die Notenbildung zwingend erforderlich sind, können diese in Präsenz vorgenommen werden.
  3. Abschlussklassen: Mit Rücksicht auf die besondere Situation der Schülerinnen und Schüler, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen, soll für sie folgendes gelten: Für sie kann ab 11. Januar ergänzend zum Fernunterricht auch Präsenzunterricht angeboten werden, sofern dies zwingend zur Prüfungsvorbereitung erforderlich ist.
  4. Notbetreuung: Für Kinder in Kindertageseinrichtungen sowie Einrichtungen der Kindertagespflege sowie für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 7, deren Eltern zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird wieder eine Notbetreuung eingerichtet. Die Regelungen wurden aktualisiert und an die Rechtslage angepasst. Neu ist, dass auch Studentinnen und Studenten sowie Schülerinnen und Schüler, die wegen der Prüfungsvorbereitung an der Betreuung gehindert sind, die Notbetreuung in Anspruch nehmen können.

Die Regelungen und Vorgaben, u. a. für die Beantragung der Notbetreuung, stehen als PDF-Dokumente auf den Seiten des baden-württembergischen Kultusministeriums zur Verfügung.

Beschlüsse fortwährend bewerten

Unterdessen betonte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erneut die Bedeutung einer möglichst baldigen Rückkehr zum Normalbetrieb. Sollten die Infektionszahlen es zulassen, könnte dieser ab dem 18. Januar erfolgen, so das erklärte Ziel der Landesregierung.

„Geschlossene Kitas und Schulen über einen längeren Zeitraum bleiben nicht ohne negative Folgen für den Lernerfolg und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen“, so Eisenmann. Sie seien eine enorme Belastung für die Familien. „Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, die aktuellen Beschlüsse fortwährend im Lichte neuer Erkenntnisse zu bewerten.“ Schulen und Kitas müssten die ersten Bereiche sein, wo wir Lockerungen vornehmen“, erklärte die Kultusministerin. (Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

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