[14.01.2021] Die Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg bleiben bis Ende Januar geschlossen. Das erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach Gesprächen mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Donnerstagvormittag.

Die registrierten Infektionszahlen lägen weiterhin zu hoch, erklärte Kretschmann. Man wisse, dass diese Entscheidung mit Belastungen verbunden sei und habe die Auswirkungen der Schließungen im Blick. Die Betreuung durch die Eltern führe zu erheblichen Problemen. Gleichzeitig mahnte der Ministerpräsident, die Notbetreuung nur in Ausnahmefällen zu nutzen.

Belastbare Perspektive wichtig

Die Landesregierung sei sich bewusst, dass diese Situation nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden könne. Man brauche eine belastbare und baldige Perspektive für die Kinder und die Familien im ganzen Land. Er werde daher bei der Kanzlerin dafür werben, die Beratungen zwischen Bund und Ländern vorzuziehen.

Es sei davon auszugehen, dass der Lockdown über den 31. Januar hinaus verlängert werde. Deshalb müsse man die Maßnahmen gewichten und ergründen, in welchen Bereichen man Maßnahmen verschärfen und in welchen man lockern können. Anfang Februar müssten die Grundschulen und die Kitas wieder für den Präsenzunterricht öffnen.

Differenzierte Vorgehensweise erwünscht

„Wir befinden uns in einer schwierigen Phase“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann. Kinder und Eltern bräuchten Perspektiven, denn es müsse deutlich werden, was passiere, wenn die Infektionszahlen nicht sinken. Sie selbst hätte sich eine differenziertere Vorgehensweise seitens des Ministerpräsidenten gewünscht. Jedenfalls begrüße sie die Entscheidung, die nächsten Bund-Länder-Gespräche vorzuverlegen und den Schwerpunkt auf die Schulen zu legen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.