In Spanien könnte es „im günstigsten Fall“ bereits in zwei Monaten keine neuen COVID-19-Erkrankungen geben. Mit dieser gewagten These überraschte am Mittwoch der Direktor des Zentrums für Gesundheitskoordination, Fernando Simón, in Madrid.

Voraussetzung sei ein Rückgang der positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Fälle. Sobald ein Patient zweimal negativ getestet sei, werde es noch zwei Inkubationsperioden von jeweils 14 Tagen dauern, bis ein Ende der Übertragung gesichert sei, so Simón weiter. Die Überlegungen gelten auch für andere Länder.

Region Madrid besonders betroffen

In Spanien ist aktuell vor allem die Autonome Gemeinschaft Madrid betroffen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete dort rund die Hälfte der bis zum Mittwoch insgesamt über 2.100 aufgetretenen Corona-Infektionen. Zudem gibt es viele Erkrankungsfälle in der Region La Rioja sowie in den Städten Vitoria Labastida und Miranda de Ebro.

In 10 Tagen Gewissheit über Maßnahmen

Fernando Simón ergänzte, man werde nach neun bis zehn Tagen wissen, ob die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus tatsächlich greifen.

In Madrid gilt ein Verbot von Großveranstaltungen, Menschen wurden aufgerufen, nur notwendige Dinge zu erledigen und ansonsten zuhause zu bleiben. Bereits heute waren die U-Bahnen und Busse der Millionenmetropole vergleichsweise leer. (Bild: pixabay.com)

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