EU beschließt Verbot von Plastik

Das Verbot von Plastikgegenständen, wie Trinkhalmen, Tellern und anderen Einmalprodukten aus Kunststoff, innerhalb der EU ist beschlossen. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich am Mittwochmorgen in Brüssel auf die Einzelheiten der Regelungen. Ziel ist es, den Verbrauch von Plastik einzuschränken und damit nachhaltig die Umwelt, speziell die Meere, zu schützen. Der Anteil an Plastik am Gesamtmüll in den Ozeanen liegt bei rund 80 Prozent. In Kraft treten soll das Gesetz in rund zwei Jahren.

Hersteller stärker in der Pflicht

Verboten werden allerdings zunächst lediglich Gegenstände, für die es sinnvollere Alternativen gibt. Besonders hart trifft es die Kunststoffindustrie. Diese machte, laut Behörden, im Jahr 2015 einen Umsatz von 340 Milliarden Euro und war Arbeitgeber für 1,5 Millionen Beschäftige. Hersteller sollen künftig stärker in die Pflicht genommen werden und beispielsweise in die Kosten von Abfallbeseitigung eingebunden werden. Das würde besonders die Tabakwarenindustrie treffen.

Nachhaltiger Umweltschutz

Die Maßnahmen der EU gegen Plastik sind nicht nur direkt spürbar. Mit den Regelungen soll sekundär der Ausstoß von Kohldioxid um 3,4 Millionen Tonnen verringert werden. Zudem könnten Verbraucher bis zu 6,5 Millionen Euro sparen. (Bild: pixabay.com)
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