[29.09.2020] Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Berlin hat keine medizinische Begründung für die unterschiedlichen Quarantäne-Regelungen bei Reisenden aus Corona-Risikogebieten bzw. Hotspots. Das berichtet das Internetradio Radio Farbenspiel unter Berufung auf eine Anfrage.

Wer beispielsweise aus Wien oder Budapest nach Frankfurt am Main kommt, muss sich, laut geltender Regelung, aktuell einem Test sowie einer Quarantäne unterziehen. Diese Regelung gilt für Menschen, die zum Beispiel aus dem von steigenden Infektionszahlen betroffenen Hamm nach Frankfurt am Main kommen, nicht.

Medizinische Begründung bleibt aus

Als Erklärung verweist das Bundesgesundheitsministerium auf die politischen Beschlüsse der Ministerpräsidenten-Konferenz. Für die landesweiten Regelungen für Rückkehrer aus dem Ausland sei das BMG zuständig. Regelungen zwischen den Ländern in Bezug auf „Hotspots“ würden hingegen auf Länderebene beschlossen, heißt es. Eine medizinische Begründung für die unterschiedliche Praxis konnte das Ministerium nicht liefern.

Am heutigen Dienstag finden erneute Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel statt.

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