[13.03.2020] Baden-Württemberg schließt ab der kommenden Woche landesweit Schulen und Kitas. Die Regelung gilt ab Dienstag, den 17. März, bis zum Ende der Osterferien. Das gab Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitagnachmittag in der Staatskanzlei Stuttgart bekannt.

Einschneidende Maßnahme

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sprach von einer „einschneidenden Maßnahme“. Man sehe allerdings keine Alternative, um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Betroffen sind rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen. Hinzu kommen etwa 9.000 Kindertageseinrichtungen.

Montag dient der Information

Mit der Entscheidung für Dienstag wolle man einen „geordneten Übergang“ von der Schule in die Zwangspause ermöglichen. Der Montag werde vor allem der Information an den Schulen dienen, erklärte Eisenmann. Lehrkräfte sollen mit Schülerinnen und Schüler über das Thema Coronavirus sowie über Hausaufgaben und Prüfungen während und nach der Ausfallzeit sprechen.

Für die Lehrkräfte bedeutet der Unterrichtsausfall keine Fehlzeit. In einigen Fällen könnte Heimunterricht erfolgen, sagte Ministerpräsident Kretschmann.

Besondere Betreuung durch Lehrkräfte

Für diejenigen Schüler, die vor Prüfungen stehen, werde es keine Nachteile geben, sagte die Kultusministerin. Man garantiere, dass auch unter den schwierigen Bedingungen ein Abitur erfolge, das bundesweit anerkannt sei.

Für Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz werde man besondere Betreuungslösungen in dieser Zeit organisieren, sagte Innenminister Thomas Strobl. Diese Regelung gelte für Kinder, in denen beide Elternteile in den entsprechenden systemimmanenten Berufen tätig seien, ergänzte Susanne Eisenmann. Für die Betreuung könnten Lehrkräfte eingesetzt werden.

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