Aschermittwoch in Baden-Württemberg

Aschermittwoch in Baden-Württemberg

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In Baden-Württemberg steht der heutige Aschermittwoch im Zeichen gleich mehrerer Traditionen. In verschiedenen Orten treffen sich die Narren, um das Ende der Fastnacht – oder Fasnet – zu beklagen. Das geschieht beispielsweise in Friedrichshafen oder Wolfach (Ortenaukreis) mit der Geldbeutelwäsche. Der Brauch stammt aus der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Hierbei ziehen die Narren schwarz gekleidet zum Stadtbrunnen, waschen unter lautem Klagen die Geldbeutel und hängen sie anschließend zum Trocknen auf. In Freiburg erfolgt die Wäsche im Bach. Am Ende geht es zum gemeinsamen Schnecken- oder Fischessen.

Geldbeutel werden gewaschen

In anderen Orten geben die Narren am Aschermittwoch die meist am 11. November symbolisch entrissenen Schlüssel der Rathäuser an die Bürgermeister zurück. Standen bislang sogenannte Narrenbäume, werden diese gefällt. In Bad Säckingen fand bereits am Dienstagabend das Fastnachtsverbrennen statt. In anderen Orten wird die „fünfte Jahreszeit“ vergraben. In Baden-Württemberg endet die Fastnacht am Fastnachtsdienstag, am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.

Politik zieht kräftig Bilanz

Der Aschermittwoch ist auch für die Politik traditionell der Tag der zünftigen Bilanz: Die Parteien treffen sich zum „Politischen Aschermittwoch“. Die Grünen sind seit 1996 mit Spitzenvertretern aus Bundes- und Landespolitik in Biberach an der Riß. Erwartet werden hier Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gründen-Bundeschef Robert Habeck.
Die CDU-Südwest trifft sich seit 2003 in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) und folgt damit einer Idee ihres damaligen Landtagsfraktionschefs Günther Oettinger. Er nimmt als amtierender EU-Haushaltskommissar teil. Die SPD kommt in Ludwigsburg nahe Stuttgart zusammen. Erwartet werden Ex-Parteichef Martin Schulz und Landesparteichef Michael Theurer. (Bild: pixabay.com)
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