Wenn die Airline unbekannt ist: Kooperationen und Leasing

Wenn die Airline unbekannt ist: Kooperationen und Leasing

8. Juni 2018 1 Von Redaktion

Die Passagierluftfahrt ist in Bewegung. Seit dem Aus von „Air Berlin“ standen Slots, also bestimmte Startzeiten, im Fokus der Konkurrenz. Denn diese sind rar und überaus begehrt. Der Grund: An einem Flughafen kann pro Stunde nur eine bestimmte Zahl an Flügen starten oder landen. Die Zeiten müssen also vergeben werden. Wer sich gute Slots zu interessanten Tageszeiten gesichert hat, wird in der Folge mehr Passagiere befördern und damit wirtschaftlich besser stehen.

Strecken müssen bedient werden

Um diese Slots bedienen zu können, fehlte es Mitbewerbern allerdings an Flugzeugen. Die Lösung bestand in Kooperationen. Ein Beispiel ist „Laudamotion“. Zunächst arbeitete Firmenchef Niki Lauda mit „Condor“ zusammen, seit dem 1. Mai mit „Ryanair“. Der irische Billigflieger hat über das Abkommen mit „Laudamotion“ und den Slots der einst zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft „Air Berlin“ das große Los gezogen.

Andere Airlines setzen auf Leasingunternehmen aus dem Ausland. Beispiel „Condor“. Der Ferienflieger arbeitet beispielsweise mit „GetJet Airlines“ und „Avion Express“ aus Litauen, „VLM Airlines“ aus den Niederlanden sowie „Air Baltic“ aus Lettland zusammen. Daher sollte niemand überrascht sein, wenn beim Start in den wohlverdienten Urlaub nicht nur eine untypisch lackierte Maschine sondern auch eine ausschließlich englisch sprechende Besatzung begrüßt.

Standard beibehalten ist schwierig

Ob sich die Fluggesellschaften mit diesen Kooperationen immer einen Gefallen tun, bleibt dahingestellt. Denn der gewohnte Standard wird nicht immer beibehalten, auch, wenn zum Beispiel „Condor“ dies immer wieder beteuert. Allein das Alter der von „GetJet Airlines“ betriebenen Flugzeuge liegt bei durchschnittlich knapp 26 Jahren und damit über dem Alter der „Condor“-eigenen Maschinen, das im Durchschnitt rund 17 Jahre beträgt.

Auch beim Service können die zwar sympathischen aber nur Englisch sprechenden Besatzungen der Leasing-Airlines nicht das gewohnte Niveau einer vertrauten, deutschen Fluggesellschaft erreichen.

Tipps für die Flugbuchung

Bereits bei der Flugbuchung ist für den Kunden ersichtlich, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt. Dies wird – meist in kleinen Texten – angegeben. Auch sollten Kunden auf das internationale Airlinekürzel achten, den sogenannten IATA-Airline-Code. Die Radio Farbenspiel Verbraucherredaktion empfiehlt, Flüge grundsätzlich auf den Seiten der jeweiligen Fluggesellschaft zu buchen. Denn die Angebote der Vergleichsportale stützen sich auf die aktuellen Originalpreise, werden aber fast immer um stattliche Gebühren (für Kreditkarte oder Lastschrift) ergänzt.

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